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 Todra-Schlucht

Die beeindruckende Todra-Schlucht ist so etwas wie die dramatische Diva unter Marokkos Landschaften – hoch, schmal und absolut nicht daran interessiert, unauffällig zu sein.

Die Schlucht liegt nahe der Stadt Tinghir am Rand des Hohen Atlasgebirges und wurde über Jahrtausende vom Todra-Fluss in den Fels geschnitten. Das Ergebnis: bis zu 300 Meter hohe Felswände, die so eng zusammenrücken, dass du dich kurz fragst, ob die Berge vielleicht heimlich näherkommen, wenn du nicht hinschaust.

Unten plätschert (je nach Jahreszeit mal mehr, mal weniger motiviert) der Fluss entlang, während oben die Sonne versucht, ihren Weg in die Schlucht zu finden. Das Lichtspiel ist dabei so schön, dass selbst deine Kamera kurz innehält und denkt: „Okay, das ist jetzt wirklich mein Moment.“

 

Für Abenteurer ist die Todra-Schlucht ein echtes Paradies: Kletterer aus aller Welt hängen hier an den steilen Wänden wie Spiderman auf Urlaub. Und wenn du lieber am Boden bleibst, kannst du gemütlich durch die Schlucht spazieren – was sich ein bisschen anfühlt, als würdest du durch eine gigantische Naturkathedrale laufen.

Früher war die Gegend ein wichtiger Durchgang für Händler und Nomaden, heute teilen sich Esel, Touristen und gelegentlich ein etwas ambitionierter Autofahrer den Weg. Es kann also passieren, dass du gleichzeitig einem Kamel, einem Reisebus und einem Selfie-Stick ausweichst – Multitasking auf marokkanische Art.

Fazit: Die Todra-Schlucht ist groß, beeindruckend und ein kleines bisschen einschüchternd – aber genau deshalb unvergesslich. Ein Ort, an dem du dich winzig fühlst… und gleichzeitig ziemlich glücklich, genau dort zu stehen.


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