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Matera – die Stadt, die im Felsen wohnt Matera ist einer dieser Orte, bei denen man sich fragt: „Warum bin ich hier eigentlich nicht schon früher gewesen?“
Die Stadt in der süditalienischen Basilikata ist vor allem für ihre Sassi bekannt – ein faszinierendes Gewirr aus Höhlenwohnungen, Steinhäusern, Treppen und kleinen Gassen, die direkt in den Felsen gebaut wurden. Und nein, das ist kein aufwendig gebautes Filmset. Matera sieht tatsächlich so aus!
Die Menschen lebten hier jahrhundertelang in einfachen
Höhlen – teilweise sogar gemeinsam mit ihren Tieren. Komfort? Fehlanzeige.
Klimaanlage? Die Natur hat’s geregelt. Badezimmer? Sagen wir es diplomatisch: Damals
war man noch sehr genügsam. Noch bis in die 1950er-Jahre waren die Lebensbedingungen in den Sassi katastrophal. Die Bewohner wurden schließlich umgesiedelt und die alten Höhlen verfielen. Heute ist das kaum noch vorstellbar, denn aus vielen dieser ehemaligen Höhlen sind wunderschöne Hotels, Restaurants und Wohnungen geworden.
Von der Armenstadt zum Traumziel – Italien kann eben nicht
nur Pizza, sondern auch spektakuläre Comebacks. Matera gehört seit 1993 zum UNESCO-Weltkulturerbe und war
2019 sogar Europäische Kulturhauptstadt. Kein Wunder, dass auch Hollywood die
Kulisse entdeckt hat. Unter anderem wurden hier Szenen für „Die Passion
Christi“ und den James-Bond-Film „Keine Zeit zu sterben“ gedreht. Besonders beeindruckend sind die zahlreichen Felsenkirchen mit ihren teilweise jahrhundertealten Fresken. Und natürlich die Aussicht über die Schlucht und die Sassi. Für Fotografen ist Matera ohnehin ein kleines Paradies – hinter jeder Ecke wartet das nächste Motiv.
Allerdings gibt es einen kleinen Haken: Matera hat Treppen. Sehr viele Treppen.
Man steigt hinunter, steigt wieder hinauf, entdeckt einen
tollen Aussichtspunkt und denkt: „Da müssen wir hin!“ – und stellt kurz darauf
fest, dass der Aussichtspunkt natürlich ganz unten liegt. Aber keine Sorge: Für die anschließende Pasta gibt es
schließlich einen guten Grund. 😄 Fazit Matera ist keine Stadt, die man einfach nur besichtigt. Man
erlebt sie. Am schönsten ist es, durch die Sassi zu schlendern, sich treiben zu lassen und immer wieder neue Gassen, Höhlen und Aussichtspunkte zu entdecken. Und unbedingt bis zum Abend bleiben: Wenn die Lichter in den Felsen angehen, verwandelt sich Matera in eine fast märchenhafte Kulisse.
Matera – einmal Höhlenbewohner spielen, aber bitte mit
Hotelkomfort und eigenem Badezimmer. |