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In der Emilia-Romagna merkt man schnell, dass hier
alles ein wenig intensiver ist: das Essen, die Emotionen – und der Motorsound.
Kaum angekommen, sitzt man bereits an einem Tisch, vor sich frische
Tagliatelle, Parmigiano und ein Glas Lambrusco. So schmeckt Italien, wenn man
es ernst meint. Ein Höhepunkt der Reise ist Maranello, ein kleiner Ort mit weltweitem Klang. Hier ist Ferrari nicht nur eine Marke, sondern Teil des Alltags. Schon vor dem Eingang des Ferrari Museums ist klar: Hier geht es nicht um Autos. Hier geht es um Gefühle auf vier Rädern. Der Puls steigt leicht an, obwohl man noch keinen Motor gehört hat – ein sicheres Zeichen dafür, dass man am richtigen Ort ist.
Drinnen glänzt es rot, silberfarben und sehr, sehr teuer. Die Ausstellung führt durch die Geschichte von Ferrari, von den ersten Rennwagen bis zu den aktuellen Supersportwagen. Dazwischen stehen Formel-1-Boliden, die aussehen, als hätten sie gerade erst die Zielflagge gesehen – inklusive Narben, Pokalen und Weltmeistertiteln.
Besonders beeindruckend: die Motoren. Sie liegen dort wie Kunstwerke, sauberer als jede italienische Küche. Hier versteht man, warum Ferrari nicht einfach Autos baut, sondern Maschinen, die klingen, als hätten sie eine Seele.
Man läuft staunend von Modell zu Modell und denkt sich
spätestens beim dritten Wagen: „Den würde ich nehmen. Und den. Und den auch.“
Ein Highlight sind die Simulatoren, in denen man für einen kurzen Moment glaubt, man sei selbst Formel-1-Fahrer – bis die erste Kurve kommt und man merkt, warum Profis Profis sind.
Und dann der Blick nach draußen: Vor dem Museum fahren
Ferraris ganz normal vorbei. Keine Absperrung, kein Aufsehen. In Maranello
gehört das zum Alltag – so wie anderswo Fahrräder. Das Ferrari Museum ist informativ, emotional und
überraschend unterhaltsam. Selbst Nicht-Autofans verlassen es mit einem Lächeln
– und einem neuen Verständnis dafür, warum ein rotes Auto weltweit Herzen
höherschlagen lässt. Draußen fährt tatsächlich ein Ferrari vorbei – ganz
selbstverständlich. Niemand schaut auf. In Maranello ist das normal. Was diese Region so besonders macht, ist die Balance
zwischen Tradition und Innovation: jahrhundertealte Rezepte treffen auf
Hightech-Motoren, Trattorien auf Teststrecken. Die Emilia-Romagna verlässt man satt, inspiriert und mit
dem Gefühl, ein Stück echtes Italien erlebt zu haben –
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